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Kirschessigfliege in die Falle locken

Die Fliege aus Asien ist weiter auf dem Vormarsch. Ihre Larven befallen Früchte und vernichten oft einen großen Teil der Ernte. Unser Tipp: Fangen Sie möglichst viele Fliegen einfach weg.
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Die männlichen Kirschessigfliegen tragen dunkle Punkte auf den Flügelspitzen. Daran kann man sie mit einer Lupe von anderen Obstfliegen unterscheiden.

Sie wirkt völlig unscheinbar, dennoch bereitet sie Gärtnern Verdruss. Die nur 2 - 3 mm winzige Kirschessigfliege trat 2011 erstmals in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf, seitdem vermehrt sie sich rasant und breitet sich in Windeseile aus.
Im Gegensatz zur einheimischen Essigfliege, die überreife Früchte bevorzugt, legt die aus Asien stammende Kirschessigfliege (Drosophilia suzukii) ihre Eier in gesunde, unverletzte. Ihre Larven fressen die Früchte dann von innen auf. Das Ergebnis ist eingefallenes, wässriges, madiges Obst, das sehr schnell fault.
Der Ernteausfall ist beträchtlich, je nach Obstart und Region beträgt er bis zu 90 %. Außer Kirschen nutzt die aus Asien stammende Fruchtfliege viele andere Früchte als Kinderstube wie Erdbeeren, Himbeeren, Holunder, Stachelbeeren, Aprikosen, Mini-Kiwi oder Johannisbeeren.
Besonders gefährdet ist spät reifendes Obst wie Brombeeren, Heidelbeeren, Zwetschgen, Trauben und vorallem Herbsthimbeeren. Sie galten bislang als sicher madenfrei, da der heimische Himbeerkäfer seine Eier nur an die Früchte von Sommerhimbeer-Sorten oder denen von Brombeeren ablegt. Die Larven fressen in den reifenden Früchten und zerstören sie.

Sie vermehrt sich rasant

Jede Kirschessigfliegen-Weibchen legt bis zu 400 Eier, aus denen schon nach 10 Tagen neue Fliegen hervorgehen, die 2 Monate lang leben und ebenfalls bald Eier legen. Die winzigen Fliegen schlüpfen durch die meisten Schutznetze, Spritzungen mit Rainfarnbrühe oder anderen Kräutertees hinder sie, im Gegensatz zu anderen Insekten, nicht an der Eiablage.
Es wird zwar heftig geforscht, doch bislang gibt es kein Mittel, das sie auf Abstand hält. Einzig mit Fallen lässt sich der Schaden zumindest begrenzen. Diese gibt es zu kaufen, man kann sie aber auch einfach selber machen. Wenn Sie unsicher sind, ob die Asia-Fliege Ihre Region schon erobert hat, hängen Sie einige Fallen in Ihre Himbeeren, und prüfen Sie später mit der Lupe, ob die gefangenen Fliegen schwarze Punkte auf den Flügeln tragen.

1. Falle

Sie brauchen kleine Plastikflaschen und eine Nadel von 3 - 4 mm Durchmesser. Schmelzen Sie mit der erhitzten Nadelspitze 10 - 20 Löcher im Abstand von etwa 2 cm in den oberen Bereich der Flasche. Sind die Öffnungen kleiner, passen die Fliegen nicht hindurch, sind sie größer, gehen viele andere Insekten in die Falle. Eine Flaschenseite lässt man lochfrei, so kann man die Flüssigkeit später auskippen, ohne zu kleckern.

2. Köder

Mischen Sie naturtrüben Apfelessig (keine klaren verwenden) im Verhältnis 1:1 mit Wasser. Damit die Fliegen versinken, geben Sie 1 - 2 Tropfen Spülmittel dazu und schütteln Sie alles kurz durch. Deutlich mehr Fliegen fängt man, mischt man auch noch mindestens 10 % Rotwein unter. Ganz wild sind die Essigfliegen, wenn der Köder außerdem Zucker oder Hefe enthält. Allerdings kostet das auch vielen unbeteiligten Insekten das Leben, die von diesem Köder-Geruch ebenfalls angelockt werden.

3. Köderflaschen

Befüllen Sie die Flaschen lediglich 2 - 4 cm hoch mit der Flüssigkeit. Damit Regenwasser nicht verdünnt, schrauben Sie den Deckel darauf. Schlingen Sie unterhalb der Verschlusskappe eine stabile Schnur mehrmals um den Flaschenhals, oder biegen Sie einen Draht mit 2 Bügeln, wie auf der Zeichnung zu sehen, als Aufhänger zurecht. Sobald sich die ersten Früchte färben, hängt man die Fallen in die Obstbäume oder an die Himbeer-Spanndrähte.
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4. Kontrolle

In einer Himbeerreihe bringt man alle 1 - 3 m eine Flasche an, am besten an beschatteten Stellen und in Fruchthöhe. Haben Sie mehrere Reihen gepflanzt, hängt man sie außen dichter, um das Vordringen der Fliegen ins Innere zu bremsen. Spätestens alle 2 Wochen erneuert man die Köderflüssigkeit. Leeren Sie den Inhalt nie vor Ort aus, kippen Sie ihn auch nicht auf den Kompost. Entsorgen Sie das Ganze über den Abfluss in die Kanalisation, um sicher zu gehen, dass keine Fliegen überleben. Anwendung.png



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